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Mikrodaten (Microdata)
Mikrodaten (englisch Microdata) sind eine Auszeichnungssprache, mit der du strukturierte Daten direkt in den HTML-Code deiner Webseite einbettest. Über zusätzliche Attribute wie itemscope, itemtype und itemprop markierst du einzelne Inhalte, etwa einen Preis oder eine Öffnungszeit, so dass Suchmaschinen und KI-Systeme deren Bedeutung eindeutig erkennen statt nur den reinen Text zu sehen.
Warum Mikrodaten für KI-Sichtbarkeit zählen
KI-Assistenten und Suchmaschinen lesen deine Seite anders als ein Mensch. Sie sehen Buchstaben, aber nicht automatisch, ob "49" ein Preis, eine Hausnummer oder eine Bewertung ist. Mikrodaten geben diesem Text eine maschinenlesbare Bedeutung. Du sagst dem System explizit: Das hier ist der Name des Unternehmens, das die Adresse, das der Preis. Dadurch steigt die Chance, dass eine KI wie ChatGPT oder Perplexity deine Informationen korrekt versteht, sauber zitiert und in einer Antwort weiterempfiehlt. Fehlt diese Struktur, muss die Maschine raten – und raten führt zu Fehlern oder dazu, dass deine Seite gar nicht erst als verlässliche Quelle auftaucht. Mikrodaten senken also das Risiko von Missverständnissen.
Wie Mikrodaten technisch funktionieren
Mikrodaten arbeiten mit drei zentralen Attributen, die du direkt an bestehende HTML-Tags anhängst. Mit itemscope öffnest du einen Bereich, der ein Objekt beschreibt, etwa ein Produkt. Mit itemtype verlinkst du auf ein Vokabular, meist von schema.org, das die erlaubten Eigenschaften definiert. Mit itemprop kennzeichnest du dann jede einzelne Eigenschaft innerhalb dieses Bereichs, zum Beispiel name, price oder ratingValue. Der Vorteil: Die Auszeichnung sitzt genau dort, wo der sichtbare Inhalt steht. Der Nachteil gegenüber dem heute üblichen JSON-LD: Der Code wird unübersichtlicher, weil sich Markup und Inhalt vermischen. Mikrodaten gehören zusammen mit RDFa und JSON-LD zu den drei Formaten, mit denen du strukturierte Daten nach schema.org umsetzen kannst.
Häufige Fehler bei Mikrodaten
Der klassische Fehler ist ausgezeichneter Inhalt, der für Besucher gar nicht sichtbar ist. Wenn du eine Bewertung von fünf Sternen markierst, die auf der Seite nirgends erscheint, werten Suchmaschinen das als Manipulation und können deine Seite abstrafen. Ebenso häufig: falsch verschachtelte Bereiche, bei denen ein itemprop außerhalb seines itemscope steht und dadurch ins Leere läuft. Auch veraltete oder erfundene itemtype-Werte, die es bei schema.org nicht gibt, führen dazu, dass die Auszeichnung ignoriert wird. Prüfe deine Mikrodaten deshalb immer mit einem Testwerkzeug wie dem Schema-Markup-Validator oder Googles Test für Rich-Suchergebnisse, bevor du sie live schaltest. So erkennst du Tippfehler und fehlende Pflichtfelder, bevor sie deine Sichtbarkeit kosten.
Mikrodaten im Verhältnis zu JSON-LD
Mikrodaten waren lange der Standard, gelten heute aber als die ältere Variante. Google und die meisten KI-Systeme bevorzugen inzwischen JSON-LD, weil dieses Format die strukturierten Daten in einem separaten Skriptblock bündelt, getrennt vom sichtbaren HTML. Das hält deinen Seitencode sauber und macht Änderungen leichter. Mikrodaten bleiben trotzdem gültig und werden weiterhin ausgelesen. Wenn du also eine bestehende Seite mit Mikrodaten betreibst, musst du nicht sofort umbauen. Für neue Projekte lohnt sich meist JSON-LD. Entscheidend für deine KI-Sichtbarkeit ist nicht das Format selbst, sondern dass die Daten korrekt, vollständig und mit dem sichtbaren Inhalt konsistent sind – egal ob per Mikrodaten oder JSON-LD ausgezeichnet.
Example
Stell dir einen kleinen Fahrradladen vor, der Werkstatt und Verkauf anbietet. Auf der Startseite steht der Firmenname, die Adresse und die Öffnungszeiten als normaler Text. Ein Mensch versteht das sofort. Eine KI sieht zunächst nur Wörter. Der Ladeninhaber zeichnet die Angaben nun mit Mikrodaten aus: Er markiert den Firmennamen mit itemprop=\"name\", die Straße mit itemprop=\"streetAddress\" und die Öffnungszeiten entsprechend. Fragt jemand einen KI-Assistenten \"Wann hat der Fahrradladen in meiner Nähe offen?\", kann das System die Zeiten jetzt eindeutig zuordnen und korrekt wiedergeben.
Common questions
Sind Mikrodaten und schema.org dasselbe?
Nein. Schema.org ist das Vokabular, also die Liste der Begriffe wie Product oder Öffnungszeit. Mikrodaten sind eines von drei Formaten, mit denen du dieses Vokabular technisch in deine Seite einbaust. Die anderen beiden sind JSON-LD und RDFa.
Sollte ich für eine neue Seite Mikrodaten oder JSON-LD nutzen?
Für neue Projekte empfiehlt sich meist JSON-LD, weil es den Code sauberer hält und von Google sowie KI-Systemen bevorzugt wird. Mikrodaten funktionieren weiterhin, sind aber die aufwendigere und ältere Variante.